Wendeplatten-Vollbohrer

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Wendeplatten-Vollbohrer für die produktive Bohrungsbearbeitung

Wendeplattenbohrer erzeugen Bohrungen schnell und wirtschaftlich in zahlreichen metallischen Werkstoffen. Sie eignen sich für professionelle Anwender in Fertigung, Werkzeugbau und Instandhaltung. Austauschbare Wendeschneidplatten reduzieren den Aufwand bei Verschleiß und erleichtern die Werkzeugpflege.

Das Sortiment umfasst Wendeplatten-Vollbohrer für verschiedene Durchmesser, Bohrtiefen und Maschinenschnittstellen. Anwender finden passende Lösungen für stehende und rotierende Einsätze. Unterschiedliche Grundkörper, Schäfte und Schneidplatten unterstützen zahlreiche Bearbeitungsaufgaben.

Wie arbeitet ein Wendeplattenbohrer?

Ein Wendeplatten-Vollbohrer trägt das Material mit austauschbaren Schneidplatten ab. Viele Ausführungen nutzen eine innere und eine äußere Schneide. Die Zentrumsschneide führt den Bohrer und bearbeitet den Bereich um die Bohrungsmitte. Die Außenschneide bestimmt den Durchmesser und unterstützt eine kontrollierte Spanbildung.

Diese Aufteilung verteilt die Aufgaben gezielt auf beide Schneiden. Anwender können Schneidstoff und Geometrie passend zum Werkstoff auswählen. Bei Verschleiß drehen oder wechseln sie lediglich die Wendeschneidplatte. Der Grundkörper bleibt weiterhin im Einsatz.

Große Spanräume unterstützen den zuverlässigen Abtransport der entstehenden Späne. Innenliegende Kühlkanäle führen den Kühlschmierstoff direkt zur Schneidzone. Dadurch sinkt die thermische Belastung an Schneide und Werkstück. Gleichzeitig unterstützt der Kühlschmierstoff den Spantransport aus der Bohrung.

Verschiedene Ausführungen für unterschiedliche Bohrtiefen

Wendeplattenbohrer unterscheiden sich vor allem durch ihr Verhältnis von Bohrtiefe zu Durchmesser. Gängige Ausführungen decken Bereiche von 2×D bis 5×D ab. Modulare Bohrsysteme ermöglichen je nach Aufbau auch größere Bohrtiefen.

Kurze Ausführungen bieten eine hohe Steifigkeit und eignen sich für stabile Prozesse. Längere Werkzeuge erreichen tiefer liegende Bearbeitungsstellen, benötigen jedoch passende Maschinenbedingungen. Mit wachsender Bohrtiefe gewinnen Rundlauf, Spannung und Kühlschmierstoffversorgung zusätzlich an Bedeutung.

Zum Sortiment gehören unter anderem folgende Schaft- und Aufnahmevarianten:

  • Zylinderschäfte mit Spannfläche für eine zuverlässige Kraftübertragung
  • Kombischäfte für verschiedene Spannmöglichkeiten
  • modulare Schnittstellen für kompakte und steife Werkzeugaufbauten
  • Grundkörper und Bohrkronen für mehrteilige Bohrsysteme

Die passende Schnittstelle richtet sich nach Maschine, Werkzeugaufnahme und Bearbeitungsaufgabe.

Wendeplatten-Vollbohrer für unterschiedliche Werkstoffe

Die gewählte Wendeschneidplatte beeinflusst Spanbildung, Standzeit und Prozesssicherheit. Werkstoffspezifische Schneidstoffe und Geometrien unterstützen die Bearbeitung von Stahl, rostfreiem Stahl, Guss oder Nichteisenmetallen. Einige Systeme eignen sich außerdem für anspruchsvolle Werkstoffe wie Titan.

Bei Bohrern mit zwei Plattensitzen können innen und außen unterschiedliche Platten arbeiten. Manche Systeme benötigen deshalb jeweils eine definierte Zentrumsschneide und Außenschneide. Anwender sollten die Zuordnung des Herstellers genau beachten.

Auch die Beschichtung muss zum Werkstoff und zur Anwendung passen. Sie schützt die Schneide vor Verschleiß und thermischer Belastung. Die richtige Kombination unterstützt gleichmäßige Ergebnisse über längere Einsatzzeiten.

Den passenden Wendeplattenbohrer auswählen

Mehrere Faktoren bestimmen die geeignete Werkzeugausführung. Prüfen Sie vor der Auswahl folgende Punkte:

  • gewünschten Bohrungsdurchmesser und zulässige Maßabweichung
  • erforderliche Bohrtiefe im Verhältnis zum Durchmesser
  • Werkstoff und Zustand des Werkstücks
  • Blindbohrung oder Durchgangsbohrung
  • verfügbare Werkzeugaufnahme und Schaftausführung
  • Maschinenleistung, Spindelstabilität und Rundlauf
  • Versorgung mit Kühlschmierstoff
  • passende Wendeschneidplatten für Innen- und Außenschneide

Eine stabile Spannung unterstützt eine ruhige Bearbeitung und schont die Schneidkanten. Der Bohrer sollte außerdem möglichst kurz und steif gespannt sein. Bei längeren Werkzeugen erfordern Anschnitt und Prozessführung besondere Aufmerksamkeit.

Schräge Flächen, Kanten oder unterbrochene Schnitte belasten das Werkzeug stärker. Speziell ausgelegte Systeme bewältigen auch solche schwierigen Bohrsituationen. Dabei müssen Maschine, Spannung und Schnittwerte zur Anwendung passen.

Produktiv bohren und Werkzeugkosten kontrollieren

Wendeplatten-Vollbohrer verbinden einen wiederverwendbaren Grundkörper mit austauschbaren Schneiden. Anwender müssen daher nicht das komplette Werkzeug ersetzen. Sie wechseln nur die verschlissenen Platten und reduzieren dadurch den Werkzeugaufwand.

Ein breites Plattenprogramm erlaubt zudem die Anpassung an verschiedene Werkstoffe. So kann derselbe Grundkörper mehrere Aufgaben innerhalb seines Einsatzbereichs übernehmen. Das vereinfacht die Werkzeugplanung und unterstützt eine wirtschaftliche Lagerhaltung.

Entscheidend bleibt die abgestimmte Kombination aus Grundkörper, Schneidplatte und Schnittwerten. Die Herstellerangaben liefern dafür verbindliche Einsatz- und Zuordnungshinweise. Mit der richtigen Auswahl erzielen Wendeplattenbohrer zuverlässige Ergebnisse in Serienfertigung und Einzelteilbearbeitung.

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