Fußschutz – Höchster Schutz bei jedem Schritt

Ihre Füße benötigen schützendes Schuhwerk

Im Laufe seines Lebens läuft ein Mensch schätzungsweise viermal um die Welt. Seine Füße stützen dabei den gesamten Körper und leisten im wahrsten Sinne des Wortes tagtäglich Schwerstarbeit. Deshalb ist geeignetes Schuhwerk wichtig, um die Füße, insbesondere am Arbeitsplatz, jederzeit zu schützen. Moderne Sicherheitsschuhe schützen ohne zu belasten. Durch eine optimale Passform und hohen Tragekomfort steigt zugleich das Wohlbefinden, der gesamte Bewegungsapparat wird entlastet und Langzeitschäden vorgebeugt.

In nahezu allen Bereichen des verarbeitenden oder dienstleistenden Gewerbes gehören Sicherheitsschuhe heutzutage zum Standard. Egal ob bei Ingenieuren, Werksmitarbeitern oder Logistikern – kaum eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) findet eine so hohe Akzeptanz wie der Fußschutz. Mit den richtigen Produkten lassen sich Arbeitsunfälle vermeiden und die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöhen. Elementare Informationen liefert auch die DGUV Regel 100-001 „Grundsätze der Prävention“.

Ein optimaler Fußschutz verhindert Verletzungen durch folgende Gefahren:

  • Mechanisch: herabfallende Gegenstände, Quetschungen, Durchtritt
  • Thermisch: geschmolzene Metallspritzer, Hitze, Witterung, Kälte
  • Elektrisch: Berührung spannungsführender Betriebsmittel, Funkenbildung in gefährdeten Bereichen aufgrund elektrostatischer Aufladung
  • Chemisch: Säuren, Laugen, Öle, Fette, Kraftstoffe
  • Wegeunfälle: Umknicken, Ausrutschen, Stolpern.
  • Langzeitschäden: Rücken- und Kniebeschwerden

Berufs- und Sicherheitsschuhe für unterschiedliche Ansprüche

Grundsätzlich lässt sich Fußschutz in zwei Kategorien einteilen: Berufsschuhe und Sicherheitsschuhe. Der Unterschied liegt in der Zehenschutzkappe, die früher zumeist aus Stahl, heutzutage auch aus Aluminium oder hochwertigen Verbundstoffen gefertigt ist. Sicherheitsschuhe haben eine Kappe, Berufsschuhe nicht. Letztgenannte kommen daher vor allem im medizinischen Bereich, in der Gastronomie, bei der Polizei oder beim Militär zum Einsatz. Sicherheitssandalen, -halbschuhe oder -stiefel bieten einen höheren Schutz. Beide Kategorien werden in verschiedene Schutzklassen eingeteilt, um unterschiedlichen Anforderungen am Arbeitsplatz gerecht zu werden. Business-Sicherheitsschuhe sind eine gesonderte Unterkategorie und präsentieren sich in einem eleganten Design.

Sicherheitshalbschuhe

Sicherheitssandalen

Sicherheitsstiefel

Schweißerstiefel

Business Sicherheitsschuhe

Berufsschuhe

Darüber hinaus gibt es Schuhüberzieher , die beispielsweise Besucher in einem Betrieb ausreichend schützen und einfach über die normalen Schuhe gezogen werden. Zubehör wie Einlegesohlen, Schnürsenkel, Einziehsocken, Fuß- oder Schuhpflegeprodukte ergänzen die persönliche Schutzausrüstung.

Haben Sie Fragen? Unsere Experten helfen gerne jederzeit weiter:

Auswahlkriterien für den Fußschutz

Der benötigte Fußschutz ist davon abhängig, in welchem Bereich der Mitarbeiter tätig ist, welchen Gefahren er ausgesetzt ist und welche gesetzlichen Vorgaben der Arbeitgeber einhalten muss. Des Weiteren spielen Tragekomfort, Material und Fersendämpfung eine Rolle.

Finden Sie Ihre passende Sicherheitsklasse

Für Berufsschuhe gelten folgende Klassen nach EN ISO 20347: 0B, 01, 02 und 03.
Sicherheitsschuhe werden in folgende Klassen eingeteilt nach EN ISO 20345: SB, S1, S1P, S2, S3 und S5.

Sicherheitsschuhe der Klasse S3 erfüllen u. a. folgende Anforderungen:

  • Energieaufnahme der Zehenkappe: 200 Joule
  • Geschlossener Fersenbereich, Antistatik, Energieaufnahme im Fersenbereich
  • Schutz vor Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
  • Durchtrittsichere Laufsohle

Je nach Modell und Ausführung können die Arbeitsschutzschuhe innerhalb einer Schutzklasse weitere Merkmale umfassen. Welche das genau sind, ist auf dem Aufnäher auf der Innenseite des Schuhs durch verschiedene Kürzel angegeben: „P“ steht zum Beispiel für die durchtrittsichere Laufsohle und „SRB“ für die Rutschhemmung auf Stahlboden und Glycerin.

  1. Zehenschutzkappe
  2. Durchtrittsichere Laufsohle
  3. Sohle

Tragekomfort und Passform

Damit die Mitarbeiter den Fußschutz während ihrer beruflichen Tätigkeit gemäß den Vorschriften tragen, sind Tragekomfort und Passform von entscheidender Bedeutung. Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung haben verschiedene Technologien entwickelt, um diesem Auswahlkriterium gerecht zu werden. Der Rücken kann zum Beispiel durch eine individuelle, gewichtsabhängige Fersendämpfung (1) stärker geschont werden. Auch eine verringerte Sohlendicke (2) oder eine veränderte Geometrie der Laufsohle entlasten den Bewegungsapparat des Trägers. Die meisten Hersteller bieten auch Modelle in unterschiedlichen Weiten (3) an.

Atmungsaktive Berufs- und Sicherheitsschuhe sind hautfreundlich und sorgen für ein angenehmes Tragegefühl. Die spezielle GORE-TEX® Technologie eignet sich für Arbeiten im Freien, da sie wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv ist. PSA-Spezialisten bei der Hoffmann Group unterstützen gerne bei der Auswahl des optimalen Fußschutz für die Mitarbeiter im Betrieb durch individuelle Anpassungen mit Produkt-Tragetests bei Ihnen direkt vor Ort.

Sohlenarten bei Berufs- und Sicherheitsschuhen

Grundsätzlich unterscheidet man Einschichten- (Mono) und Zweischichten- (Duo) Sohlen.

Vorteil der Einschichten-Sohlen:
Der besondere Vorteil der Einschichten-Sohle besteht darin, dass ein einziges Material mit geringerer Dichte angespritzt werden kann. So entsteht eine leichte Sohle, die sich gut den Bodeneigenschaften anpasst.

Vorteil der Zweischichten-Sohlen:
Bei den Zweischicht-Sohlen können zwei verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet werden. So kann die Laufsohle zum Beispiel aus Gummi bestehen, die Zwischensohle aber aus Polyurethan. Das vereint die Vorzüge beider Materialien: die herausragende Hitzebeständigkeit von Gummi und die komfortablen Dämpfungseigenschaften von Polyurethan.

1 Gummi
Äußerst strapazierfähig, kurzzeitig hitzebeständig bis 300°C; guter Schnitt- und Abriebschutz.
Beständig gegen Kraftstoff, Öl, Mikroben und eine Vielzahl von Chemikalien. Schwerer als PU und TPU und auch etwas weniger kälteflexibel.

2 Nitrilkautschuk (Perbunan)
Sehr strapazierfähig. Hitzebeständig bis 220 °C. Sehr gute Rutschfestigkeit und exzellente Säuren- und Laugenbeständigkeit.

3 Polyurethan (PU)
Hitzebeständig bis 130 °C und kälteflexibel bis – 30 °C. Beständig gegen Öl und Kraftstoff, eine Vielzahl von Chemikalien sowie Mikroben. Leichter als Gummisohlen. Gute Dämpfungseigenschaften und angenehmer Komfort.

4 Thermoplastisches Polyurethan (TPU)
Ähnlich PU-Sohlen aber insgesamt noch deutlich leistungsfähiger. Geringerer Abrieb macht die Sohlen haltbarer, und auch die Rutschhemmung ist stärker. Darüber hinaus bieten sie eine noch höhere Elastizität und eine optimierte Kälteresistenz.

Besondere Anforderungen an Arbeitsschutzschuhe

Schuhe mit elektrostatischer Entladung

Nicht nur die elektrostatische Aufladung und der Schutz des Menschen spielen in der Industrie eine wichtige Rolle, sondern auch der Schutz von Werkteilen und Geräten durch kontrollierte Ableitung. Der erste Bereich ist durch die Anforderung an antistatisches Schuhwerk gewährleistet. Beim Produktschutz wird darüber hinaus die ESD-Fähigkeit von Sicherheitsschuhen gefordert. Der definierte ESD-Bereich ist letztlich eine Eingrenzung des antistatischen Bereichs aus der Sicherheitsschuhnorm EN ISO 20345.

Schuhe werden als ESD-Schuhe bezeichnet, wenn der elektrische Durchgangswiderstand des Systems Personen-Schuh-Fußboden nach EN 61340-5-1 unter 3,5 × 107 Ω bzw. 35 M Ω liegt. Die untere Grenze des Durchgangswiderstands liegt hier bei 0,1 M Ω und die Obergrenze bei 35 M Ω (3,5 × 107 Ω). Ein ESD-fähiger Schuh ist also auch immer gleichzeitig antistatisch.
Wichtig:
ESD-Schuhe sind nicht geeignet für Elektriker bzw. bei Arbeiten an elektrische Spannung führenden Quellen.

Arbeitsstiefel im Winter

Bei Arbeiten in der Kälte sollten Sicherheitsschuhe und -stiefel ausreichend kälteisolierend oder gefüttert sein, damit die Füße warm bleiben. Das erhöht nicht nur den Tragekomfort, sondern schützt auch vor Verkühlungen.

Fußschutz mit individueller Anpassung bei der Hoffmann Group

Die Berufs - und Sicherheitsschuhe , die zum Produktsortiment der Hoffmann Group gehören, überzeugen nicht nur durch hochmoderne Technologien und Materialien, sondern auch durch ihr ansprechendes Design. Hierzu zählen Berufsschuhe, Sicherheitsschuhe für Damen und Herren in Form von Halbschuhen, Stiefeln und Sandalen , Business-Sicherheitsschuhe sowie passendes Zubehör für den Fußschutz von namhaften Herstellern. Dabei bleiben wir unserem Anspruch – Quality driven since 1919 – treu: Qualität und persönliche Beratung haben für uns oberste Priorität.

Damit Sie den geeigneten Fußschutz für Ihren Betrieb und alle Mitarbeiter finden, bieten unsere PSA-Berater eine professionelle und individuelle Fußvermessung vor Ort an. Dabei werden die Füße jedes Mitarbeiters einzeln vermessen und anhand der Maße das jeweils passende Schuhmodell zugeordnet. Anschließend erfolgt ein Tragetest. Kontaktieren Sie unsere Spezialisten dazu gerne persönlich, telefonisch oder per E-Mail.

Deutsche und europäische Normen zum Fußschutz

Sicherheits- und Berufsschuhe unterliegen bestimmten Anforderungen. Diese werden für Sicherheitsschuhe in der EN ISO 20345 und für Berufsschuhe in der EN ISO 20347 geregelt. Darüber hinaus kommt in bestimmten Fällen die DGUV Regel 112-191 zur Anwendung, früher als BGR 191 bekannt. Sie schreibt vor, dass orthopädische Einlagen nur in Verbindung mit einer gültigen Baumusterprüfung in Sicherheitsschuhe eingelegt werden dürfen, damit diese weiterhin der Norm EN ISO 20345 entsprechen. Die Anpassung der Einlagen wird dann durch den örtlichen Orthopädie-Schuhmacher oder ein Sanitätshaus vorgenommen.

Häufige Fragen zu Berufs- und Sicherheitsschuhen

Kann der Fußschutz mit beliebigen Einlegesohlen (z. B. Lammfellsohlen) kombiniert werden?

Nur die vom Schuhhersteller angebotenen Schuheinlagen sind zulässig. Sonst weichen sie in ihrem Baumuster von der Norm ab und bieten eventuell nicht mehr den notwendigen Schutz.

Welchen Widerstand bietet die Zehenschutzkappe gegen seitliche Beanspruchung?

Diese Frage kann nur der Schuhhersteller für das jeweilige Modell beantworten oder der Widerstand muss durch entsprechende Versuche getestet werden. Grund: Gemäß der gültigen Normen wird zwar der Stoß bzw. Druck senkrecht zur Aufstandsfläche und die Resthöhe unter der Zehenschutzkappe gemessen, aber eine Anforderung zur seitlichen Beanspruchung der Kappe ist dort nicht definiert.

Sind durchtrittsichere Einlagen aus nichtmetallischen Werkstoffen wirklich durchtrittsicher?

Ja, wenn das Baumuster auf Basis der jeweiligen Norm geprüft und die Durchtrittsicherheit bestätigt wurde. Nach EN ISO 20344 beträgt die Mindestkraft im Prüfverfahren 1.100 N. Das entspricht der Kraft, die ein Mensch mit einem Gewicht von 80 bis 90 kg beim Gehen auf den Untergrund ausübt. Die Spitze des 4,5 mm dicken Prüfnagels darf das Prüfstück nicht durchdringen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn die Spitze des Prüfstiftes nicht innenseitig aus dem Prüfstück herausragt. Das lässt sich durch eine Sichtprüfung, eine kinematografische oder eine elektrische Erkennung feststellen.

Haben Sie Fragen? Wünschen Sie sich eine PSA Beratung?

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  • Gefährdungsanalyse, Hilfe bei der Produktauswahl, Tragetests, Schulungen und spezielle Serviceangebote (Handschuhpläne, Hautschutzpläne)

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