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Kopfschutz – Mit Arbeitsschutzhelmen optimal abgesichert

Die empfindliche Kopfregion vor Gefahren schützen

Der Kopf gehört zu den empfindlichsten Regionen des menschlichen Körpers. Verschiedene mechanische Fremdeinwirkungen können nicht nur Haut und Knochen schädigen, sondern vor allem auch das Gehirn mit seinen lebenswichtigen Funktionen. Um sich vor diesen Einflüssen zu schützen, entdeckte der Mensch bereits vor Jahrhunderten die Kopfbedeckung. Spezialisierte Schutzhelme und somit der industrielle Schutzhelm, wie wir ihn heute kennen, kamen erst mit dem Zeitalter der Industrialisierung auf. In der heutigen Arbeitswelt müssen Schutzhelme unterschiedliche Gefährdungsbereiche abdecken. Diese Bereiche lassen sich in fünf Kategorien einteilen:

- Mechanisch: herabfallende Gegenstände, pendelnde Lasten, Anstoßen
- Chemisch: Spritzer chemischer Flüssigkeiten
- Thermisch: geschmolzene Metallspritzer, Funken, Wärmestrahlung, heiße Flüssigkeiten, Witterung
- Optisch: UV-Strahlung
- Elektrisch: Störlichtbögen

Um Arbeitsunfälle zu vermeiden, ist der Schutz vor diesen Gefahren sehr wichtig.

Verschiedene Arten von Kopf- und Gesichtsschutz

Schutzhelme

Helme existieren in drei verschiedenen Schalenformen: gerade (1), gerade mit Regenrinne (2) sowie mit heruntergezogenem Nackenteil und Regenrinne (3). Die Industrieschutzhelme bestehen aus Thermoplast oder Duroplast – mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften und Einsatzgebieten in Bau, Industrie, Heißbetrieben und Elektrik. Genauere Informationen hierzu liefert unter anderem das Typenschild. Sonderformen in dieser Kategorie sind Kletterhelme sowie Forstschutzhelme.

 

Die verschiedenen Schalenformen im Überblick:

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1 Kurzzeichen „CE“
2 4-stellige Kenn-Nummer der gemeldeten Stelle
3 Identifikation des Herstellers
4 Jahr und Quartal der Herstellung
5 Typbezeichnung des Herstellers
6 Angewendete Norm
7 Verwendetes Helmmaterial
8 Größe bzw. Größenbereich in cm
9 Sonstige Kennzeichnung nach DIN EN 397:
- LD (Lateral Deformation) Gefährdung durch seitliche Beanspruchung
- MM (Molten Metal) Gefährdung durch Spritzer von geschmolzenem Metall
- 440 V AC Gefährdung durch kurzfristigen unbeabsichtigten Kontakt mit Wechselspannung bis 440 V
- + 150 °C Einsatz bei sehr hohen Te mperaturen
- − 20 °C oder − 30 °C Einsatz bei sehr niedrigen Temperaturen

Gesichtsschutz

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Der Gesichtsschutz ist vor allem dann wichtig, wenn während der Arbeit schnell fliegende Partikel, Metallspritzer, Chemikalien oder Störlichtbögen auftreten können. Er besteht aus einem durchsichtigen Schutzvisier, das sich direkt an einem Helm oder an einer Kopfhalterung befestigen lässt.

Anstoßkappen

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In ihrer Form sind die Anstoßkappen  an Baseballcaps angelehnt. Durch die Kunststoffeinlage bieten sie einen leichten Kopfschutz, beispielsweise vor feststehenden scharfkantigen Teilen. Sie dürfen nicht als Ersatz für Industrieschutzhelme verwendet werden.

Schweißmasken

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Beim Schweißen entstehen unter anderem sehr hohe Temperaturen, vor denen Mitarbeiter sich schützen müssen. Eine Schweißermaske schützt den gesamten Kopf und das Gesicht vor Strahlung, Hitze und Funken. Durch das eingebaute Sichtfeld mit Schweißfilter kann der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz sehen. Die hochmodernen Automatikschweißmasken verfügen jeweils über mehrere Dunkelstufen, die unterschiedliche Schweißarbeiten ermöglichen. Unter der Maske lassen sich Mützen oder Hauben aus flammenhemmender Baumwolle tragen.

Zubehör

Einzelne Komponenten des Kopf- und Gesichtsschutzes müssen regelmäßig ausgetauscht werden – entweder aus hygienischen Gründen oder weil sie beschädigt sind. Andere sind notwendig, um die Ausstattung zu ergänzen. Zum Zubehör zählen beispielsweise:

- Schweißbänder, Kinnriemen und Nackenschutz für Schutzhelme
- Adapter zur Anbringung von Schutzvisieren
- Frontabdeckungen und Schweißfilter für Schweißmasken

 

Haben Sie Fragen? Unsere Experten helfen gerne jederzeit weiter:

Zum Kontakt für Kopfschutz-Beratung

Auswahlkriterien für Kopf- und Gesichtsschutz

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Sicherheit

Je nach Tätigkeit und Einflussfaktoren kommen verschiedene Produkte zum Kopf- und Gesichtsschutz infrage. Das wichtigste Auswahlkriterium ist dabei der Sicherheitsaspekt. Schutzhelme für den Bau müssen andere Anforderungen erfüllen als Schutzhelme für die Industrie, Heißbetriebe oder Elektriker.
Im Baugewerbe, bei der Montage, in mechanischen Werkstätten und der Lebensmittelindustrie kommen deshalb Helme aus Thermoplast zum Einsatz. Das kann ein Hochdruck-Polyethylen (HD-PE) oder ein ABS-Mischpolymerisat (ABS) sein.
Der Kopfschutz in der metallverarbeitenden Industrie, der chemischen Industrie, in Werften sowie bei Energie- und Gasversorgern besteht dagegen aus Duroplast, beispielsweise ein Glasfaser-Polyester-Kunstharz oder ein Textil-Phenol- Kunstharz. Diese Materialien sind besonders altersbeständig, formbeständig bis zu ca. +200 °C und bruchfest bei Kälte. Darüber hinaus schützt es den Träger vor flüssigen Metallspritzern bis hin zu seitlicher Verformung und reagiert unempfindlich auf Chemikalien. Die Helme für Elektriker schützen außerdem vor Störlichtbögen.

Tragekomfort und Tragedauer

Wie jedes Element der persönlichen Schutzausrüstung kann der Kopf- und Gesichtsschutz zur Belastung für den Mitarbeiter werden, etwa aufgrund des zusätzlichen Gewichts oder des eingeschränkten Sichtfeldes. Deshalb spielt der Tragekomfort bei der Auswahl des geeigneten Produkts eine entscheidende Rolle: Bei Industrieschutzhelmen sollten zum Beispiel die Tragbänder einer Innenausstattung (1) aus Textilbändern hergestellt und ein Schweißband (2) vorhanden sein. Zudem darf nur Kopfschutz ausgewählt werden, der eine individuelle Anpassung (3) ermöglicht (§ 2 der PSA-Benutzungsverordnung). Bei Industrieschutzhelmen erfolgt die genaue Anpassung auf den Kopfumfang des Trägers durch eine Feineinstellung.

Schutzhelme für Schweißarbeiten

Bei Schweiß- und Schneidarbeiten entstehen gefährliche Lichtstrahlungen, die Augenverletzungen, wie Netzhautverbrennungen oder Schädigungen der Hornhaut, hervorrufen können. Aus diesem Grund ist das Tragen einer adäquaten Schutzausrüstung und die Einstellung der richtigen Schutzstufe unerlässlich. Die Schutzstufen des Schweißfilters hängen mit dem gewählten Schweißverfahren und der dazugehörigen Stromstärke zusammen. Beispielsweise werden für das Mikroplasmaschweißen bis zu neun Dunkelstufen empfohlen (Stufen 4-12), für das Plasmastrahlschweißen dagegen fünf (Stufen 9-13).

Diese Tabelle empfiehlt die besten Dunkelstufen des Schweißfilters für verschiedene Schweißverfahren. Je nach Anwendungsbedingungen kann die nächsthöhere oder die nächstniedrigere Stufe gewählt werden:

 

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Umfassende Produktauswahl und Beratung für Kopfschutz

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Die Zusammenstellung der persönlichen Schutzausrüstung für alle Mitarbeiter Ihres Betriebs kann eine komplexe Angelegenheit sein. Persönliche Unterstützung bieten unsere PSA-Spezialisten: Wir beraten Sie individuell und begleiten Sie professionell bei der Gefährdungsanalyse, der Produktauswahl, bei Tragetests und Schulungen für Ihre Mitarbeiter. Unsere Experten kennen sich bestens mit den Schutzwirkungen der einzelnen PSA-Produkte aus, wissen über die gesetzlichen Regelungen Bescheid und überblicken den Markt.

Wichtige gesetzliche Vorgaben

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Verschiedene deutsche und europäische Normen legen fest, über welche Eigenschaften der jeweilige Kopf- und Gesichtsschutz verfügen muss. Hierzu gehören:
- DIN EN 397: Industrieschutzhelme
- DIN EN 812: Industrie-Anstoßkappen
- EN 50365: Elektrisch isolierende Helme für Arbeiten an Niederspannungsanlagen
- EN 168: Nicht-optische Prüfmethoden
- EN 166: Vorsatzscheiben / Klares Sichtglas

Speziell zum Kopf- und Gesichtsschutz für Schweißarbeiten gelten folgende Normen:
- EN 169 zu Filter für Schweißarbeiten
- EN 175 für Schweißmasken
- EN 379 zu Automatikschweißfiltern

Häufige Fragen zum Kopfschutz

Haben Sie Fragen? Wünschen Sie eine PSA Beratung?

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